Sportschützen
Der Schießsport wird in Mönchengladbach-Venn seit über 60 Jahren mit großem Engagement und Erfolg betrieben. Bereits bei Recherchen zur Vereinsgeschichte zeigte sich, dass die ersten Mitglieder des Schießvereins maßgeblich daran beteiligt waren, dass im Jahr 1964 ein Jugendheim in Venn errichtet wurde.
Zuvor schossen die einzelnen Honschaften noch in ihren jeweiligen Gaststätten – es waren eben andere Zeiten. Schon damals erkannte man jedoch, wie groß das Interesse der Jugend in Venn am Schießsport war. Das Problem bestand darin, dass Schülern und Jugendlichen der Zutritt zu Gaststätten verwehrt blieb. Aus diesem Grund entschloss man sich 1976, im Jugendheim einen funktionalen Schießstand einzurichten.
Unter der Leitung verschiedener engagierter Schießmeister, unter anderem Hans Küsters und Frank Engel, entwickelte sich rasch – und man kann es wirklich so sagen – eine wahre Elite Venner Sportschützen. Die sportlichen Erfolge waren nicht nur im Bezirksverband Mönchengladbach, Korschenbroich und Rheydt sichtbar, sondern reichten bis auf Diözesanebene und darüber hinaus. Ob in den Schülerklassen (12–16 Jahre), der Jugend (16–21 Jahre) oder in den Schützenklassen (ab 21 Jahre) – stets belegten ein oder mehrere Venner Sportschützen vordere Plätze.
Diese Erfolgsserie setzt sich bis heute fort. Der Verein zählt aktuell 35 aktive Sportschützinnen und Sportschützen, verteilt auf zwei Mannschaften, im Alter von 12 bis 81 Jahren. Besonders erfreulich ist, dass auch Mitglieder mit körperlichen Einschränkungen mit großer Freude und Begeisterung am Schießsport teilnehmen.
Als vor einigen Jahren die Schließung des Venner Jugendheims angekündigt wurde, stellte sich für uns Sportschützen unmittelbar die entscheidende Frage: Wo können wir den Schießsport künftig ausüben – und wie geht es mit der Schießsportabteilung der St.-Josef-Bruderschaft weiter?
Das alte Pfarrhaus sollte als Ersatz für das Jugendheim umgebaut werden. Der Kirchenvorstand als verantwortliches Gremium bezog den Schießverein frühzeitig in die Planungen ein, um dort die Errichtung eines neuen Schießstandes zu ermöglichen.
Dank des großen Entgegenkommens von Bernd Hintzen, dem Vorsitzenden des Kirchenvorstands, sowie des Kirchenvorstands als verantwortlichem Gremium für den Neubau beziehungsweise Umbau des Pfarrhauses wurden wir erfreulicherweise von Beginn an in die Planungen einbezogen. Nach intensiven und spannenden Gesprächen mit dem Sachverständigen Herr Königs aus Herzogenrath sowie dem Hersteller DISAG für die neue Schießsportanlage war jedoch schnell klar, dass erhebliche Kosten auf uns und die St.-Josef-Bruderschaft zukommen würden.
Um diese finanzielle Herausforderung bewältigen zu können, waren wir auf zahlreiche Sponsoren angewiesen. Ohne deren großzügige Unterstützung hätte der neue Schießstand nicht realisiert werden können – und dies hätte vermutlich das Ende der Schießsportabteilung bedeutet. Zusätzlich leisteten freiwillige Helfer unzählige Arbeitsstunden im neuen Pfarrhaus, sodass die neue Schießsportanlage erfolgreich installiert werden konnte.
Am 16. Februar 2024 fand schließlich die erste Vereinsmeisterschaft auf dem neuen, vollelektronischen Schießstand statt. Die offizielle Eröffnungs- und Dankesfeier wurde am 17. und 18. Februar 2024 durchgeführt.
Leistung muss trainiert werden
Das Training findet jeden Mittwoch und Freitag von 17:00 bis 22:00 Uhr statt.
Darüber hinaus organisiert der Schießverein mehrmals im Jahr verschiedene Veranstaltungen rund um den Schießsport – sowohl für die Mitglieder der St.-Josef-Bruderschaft Venn als auch für die Bürgerinnen und Bürger aus Venn.
Wir sehen in unserem Verein ein sehr hohes Zukunftspotenzial. Seit jeher wird er von Generation zu Generation weitergetragen, und genau das macht seine Stärke aus.
Das Ziel des Sportschießens ist es, die Mitte der Schießscheibe zu treffen – durch das harmonische Zusammenspiel von Körper (statischer Aufbau und Körperbeherrschung) und Geist (innere Ruhe sowie Kontrolle äußerer Einflüsse). Dies erfordert regelmäßiges Training, sowohl körperlich als auch mental. Diese Anforderungen werden häufig unterschätzt, weshalb das Sportschießen leider nicht immer als Sport anerkannt wird – zu Unrecht.